braunes Alpaka im Sommer
Braunes Alpaka vor der Schur im Sommer
Jungtier im Schnee
Schwarzes Jungtier auf der Weide im Schnee

Der Weltmarkt

Alpakas sind weltweit eine wertvolle und seltene Handelsware. Sie geben eine wunderschöne, qualitativ äußerst hochwertige Faser, die in Europa, Asien und in den USA sehr gefragt ist.

Bis vor 20 Jahren gab es Alpakas in Europa nur in Zoos. Obwohl es immer wieder Versuche gab, die Tiere zu Zuchtzwecken aus Südamerika zu importieren, ist das bis auf den Engländer Sir Titus Salt, der um 1850 Alpakas nach England importierte, niemandem gelungen. Erst seit 1984 besteht die Möglichkeit, Alpakas aus Chile, und seit 1991 aus Peru zu importieren.

Auch heute ist es noch nicht einfach, Huacaya- und vor allem Suri-Alpakas zu importieren. Länder wie Chile und Bolivien haben Restriktionen und Quarantänevorschriften, die zu berücksichtigen sind, außerdem ist ein Import sehr kapital- und zeitaufwändig.

In den USA, in Kanada und in Australien gibt es schon seit längerer Zeit einen professionellen Markt. Dort werden für hochwertige tragende Stuten 15.000-25.000 Dollar gezahlt. Die europäische Zucht bestand dagegen lange Zeit hauptsächlich aus Hobbyzüchtern, weshalb sich der Markt nur zögerlich entwickelte. Dies ändert sich allerdings in letzter Zeit. Immer mehr Menschen sind vom europäischen Alpaka-Markt überzeugt, weshalb er sich gerade hier in einen Zukunftsmarkt verwandelt.

In den nächsten 10-15 Jahren wird es auch in Europa in erster Linie darum gehen, Alpakas mit herausragenden Eigenschaften zu züchten, der Verkauf der Wolle ist (noch) sekundär.

Die Zukunft des Marktes liegt allerdings in der langfristigen Weiterentwicklung der Textilindustrie.